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Der junge Elias verliebt sich in ein mystisches Waldwesen, während unerklärliche Morde an Tieren und Menschen das Dorf in Unruhe versetzen.

Synopsis

Der 21-jährige Elias muss sich alleine um seine pflegebedürftige Mutter kümmern, während sein Vater Michael ihn und den Jagdverein des Dorfes mit harter Hand regiert. Als Elias eines Tages die mystische Xenia kennenlernt und sich in sie verliebt, verändert sich sein Leben schlagartig. Die Ereignisse im Dorf überschlagen sich in Folge unerklärlicher Morde an Tieren und Menschen.

  • Kreativität kann man nicht auf Knopfdruck erzeugen. Wohl aber kann Kreativität über die entsprechenden Ereignisräume indirekt ermöglicht werden, wenn man Menschen zusammenbringt, die unterschiedliche Fähigkeiten haben.

    Wir sind keine Einzelkämpfer sondern ein Autorenteam. Der Stoff von Arietes (AT) ist das Produkt eines Writers’-Rooms*, der für uns die beste Voraussetzung ist, um packende Stoffe zu entwickeln. Damit das funktioniert, braucht es verschiedene Perspektiven – und das in einer Atmosphäre, die freundliche Anarchie und harten Ideen-Wettbewerb kombiniert. So konnten wir unsere Figuren in Sackgassen schicken und neugierig schauen, wie wir sie da wieder herausholen. Ganz nebenbei war das eine gute Gelegenheit für uns als Autoren, um in wunderbarer Weise unsere Lebenserfahrungen austauschten.

    Am Anfang war die Idee, einen Stoff über Sterbehilfe oder Fremdenfeindlichkeit zu entwickeln, da uns diese Themen besonders beschäftigen und in der öffentlichen Diskussion eine hohe Relevanz haben. Da wir uns von keiner der beiden Ansätze trennen wollten, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, sie in einer Erzählung zusammenzuführen. Aus Fremdenfeindlichkeit wurde eine Erzählung alltäglicher Ausgrenzung und damit auch der Verdrängung von Sterbehilfe, die wir als Thema ungern an uns herankommen lassen, bis wir selber betroffen sind und nach Antworten suchen.

    Arietes (AT) ist aber auch ein Coming-of-Age Drama. In dem mystisch-ländlichen Setting eines kleines Dorfes begegnet der Protagonist Elias dem wundersamen Naturwesen Xenia, das auf ihrem Haupt ein zartes Rehgeweih trägt und damit zur symbolhaften Besetzung der Erzählung wird. Xenias Anmutung wirkt faszinierend auf den jungen, nach Orientierung suchenden Elias. Die beiden kommen sich näher. Es entwickelt sich eine zärtliche Liebe.

    – Christian Hoffmann, Dmitry Azarkh und Christian Brick

  • Schon als Kind haben mich die Wälder und vielen kleinen Dörfer in der Ostprignitz-Ruppin fasziniert. Als Jugendliche streiften wir durch die Wälder, versteckten uns in verlassenen Unterständen und trieben unserer Unwesen – so, wie es sich in diesem Alter gehört, wenn man erwachsen werden will. Heute weiß und schätze ich, dass die Gegend um meinen Geburtsort Neustadt (Dosse) reich an Inspirationen für filmische Bilder ist. Darum möchte ich meinen Debut-Spielfilm Arietes (AT) in meiner Heimat drehen.

    Natürlich ist es nicht nur die Landschaft. Es sind auch die Menschen, die mich interessieren. Im Gegensatz zu der Anonymität der Großstadt, in der ich jetzt lebe, sind die Menschen hier viel dichter beieinander. Man kennt sich und genießt die schützende Vertrautheit. Doch was ist, wenn plötzlich außergewöhnliche Ereignisse die Ruhe stören. Davon handelt die Geschichte, die ich erzählen möchte.

    Das Dorf unserer Erzählung wird von unerklärlichen Morden an Tieren und Menschen heimgesucht, deren Indizien an Ereignisse erinnern, die Jahre zurückliegen. Fast vergessene Konflikte brechen auf und führen zu Konfrontationen wie z.B. der Auseinandersetzung zwischen Michael, dem Vorsteher des Jagdvereins und Hannah, der Dorfpolizistin.

    Es ist aber auch die Geschichte eines Mannes, dessen Frau nach einem Reitunfall an einem totalen Locked-in leidet. Unfähig, sich der Trauer zu stellen, überlässt Michael seinem Sohn Elias die Pflege der Mutter, während er selber zwanghaft eine noch offene Rechnung begleichen muss.

    Als Liebhaber psychologischer Zusammenhänge interessieren mich vor allem die Motive der Menschen in meinen Filmen. Was bewegt sie, Dinge zu tun, die ihnen später schaden? Ganz im Gegenteil die Erzählung des jungen Elias, der dem mystischen Wesen Xenia begegnet, und damit die Chance bekommt, endlich der engen Umarmung des Dorfes und seiner Lebensumstände zu entfliehen.

    – Christian Hoffmann

  • Arietes (AT) ist für uns ein Projekt wie man es sich nur wünschen kann. Wichtige Themen wie Ausgrenzung und die Konsequenzen von Vorurteilen werden ebenso spannend erzählt wie die Liebe zwischen Elias und dem Naturwesen Xenia – eingepackt in ein mystisches Drama mit Thriller- und Coming-of-Age-Elementen. Damit wird sowohl ein jugendliches als auch ein älteres Publikum angesprochen.

    Als Fans von Filmen für das 16- bis 30-jährige Publikum haben wir mit Begeisterung das Angebot angenommen, unsere Erfahrungen aus der Produktion einer abgeschlossenen Jugend-Komödie (90 min) einzubringen. Christian Hoffmann, Christian Brick und Dmitry Azarkh haben mit der Fertigstellung des mittellangen Filmes „Ich war auch mal nicht allein“ (30 min) und seinen anschließenden Festival-Beteiligungen bereits gezeigt, dass ihre Stoffe relevant und filmisch tragfähig sind.

    Als Filmproduzenten und Autoren arbeiten Hoffmann, Azarkh und Brick zügig und bedacht. Dabei sind sie sich nicht zu schade, ergänzende Anregungen zu Plot und Figuren aufzugreifen und ausgiebig zu diskutieren. Wir schätzen diese Art des unkomplizierten Austausches zwischen den Gewerken, weil das ein Garant für den späteren reibungslosen Ablauf des Projektes ist.

    Christian Hoffmann zieht als Regisseur einfache Settings komplizierten und aufwändigen Locations vor. Es ist ihm wichtig, dicht an den Menschen zu sein. Das schafft Authentizität –ganz in unserem Sinne. Wir sind Pragmatiker und stehen mit beiden Füßen auf dem Boden.

    Wir wünschen uns ein gutes Ergebnis, das mit ebenso guten Erinnerungen an die Entstehung verbunden ist. Dazu zählen Verbindlichkeit, Umsicht und ein Sinn für das Machbare. Diese Faktoren sind ungemein wichtig für alle, die an Filmproduktionen beteiligt sind. Das fängt bei den Gebern von Locations an, geht über Zulieferer, die z.B. für das Catering sorgen bis hin zu den Menschen, die Ihren Aufgaben am Set nachgehen.

    Der Regisseur will große Teile der Nachtszenen am Tag drehen und in der Postproduktion digital entstehen lassen. Die Arbeit am Set wird damit um ein Vielfaches einfacher. Darüber hinaus wird ein sogenannter Vordreh sicherstellen, dass der Drehplan nicht nur auf dem Papier gut aussieht und die Arbeit am Set effizient über die Bühne gehen kann.

    Wir freuen uns auf ein komplementäres Team, das viele gute Fähigkeiten vereint. Gemessen am Team wird Arietes (AT) nicht nur unser Portfolio erweitern, sondern auch unser bisher bester Film. Wir freuen uns schon jetzt über die Festivalauswertung und die vielen Zuschauer.

    – Bodo Heiss, David-Jonas Frei